1000 Meilen beginnen auch mit dem ersten Schritt von Laotse
Entstehung des Vereins und seine Ziele
Kambodscha zählt nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Es gibt aus der Zeit des Vietnam- und später des Bürgerkriegs immer noch unzählige Landminen, die Tod und Verletzung bringen. Gerade auf den Reisfeldern befinden sich noch jede Menge dieser heimtückischen Waffen. Kinder verlieren ihre Eltern, oder werden selber verletzt oder gar getötet.
Wir wollen Kindern in Kambodscha Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben, deshalb haben wir am 5.1.2011 den Verein "Kinderhilfe Honour Village Kambodscha e.V." gegründet, um das Kinderdorf „Honour Village“ in Siem Reap/Kambodscha finanziell zu unterstützen. Anfang März 2011 wurden wir in das Vereinsregister der Stadt Regensburg eingetragen.
Herr Albert Hastreiter(im Bild rechts), bis 2004 Apotheker in Sünching unweit von Regensburg, und Susan Wiggans, eine pensionierte englische Grundschullehrerin, begannen mit dem Aufbau des Kinderdorfes im

Frühjahr 2010.
Herr Hastreiter lebt mit seiner kambodschanischen Frau Chea bereits seit 2004 in Siem Reap und betreibt dort ein Guesthouse. Durch seine Verbindungen erhielten sie ein Grundstück von Seiner Excellenz Seang Nam für dieses Projekt geschenkt. Dieser ist auch Patron und Vorsitzender des Kinderdorfes. Seine Excellenz Seang Nam ist seit 15 Jahren Mitglied des Parlaments und vertritt dort die Interessen der Bevölkerung von Siem Reap.
Möglich war der dann folgende Aufbau des Dorfes durch Spenden aus Grossbritannien.
Herr Hastreiter, den wir schon aus Deutschland kennen, ist auch unser direkter Ansprechpartner vor Ort. Bei unseren Besuchen in Kambodscha haben wir gesehen, dass Hilfe für Kinder dringend benötig wird.
Anfang Dezember 2010 war es dann soweit und d
ie ersten Kinder konnten in das Dorf einziehen. Es stehen zur Zeit drei Häuser, in denen nun 46 Kinder leben. Ein viertes Haus ist in Planung und wird gebaut, sobald das Geld dafür vorhanden ist. Susan Wiggans lebt mittlerweile jeweils ca. 10 Monate pro Jahr mit im Dorf und erteilt Unterricht in Englisch. Unterstützt wird Sie dabei zeitweise durch zwei Volontäre aus Großbritannien. Zudem nehmen Kinder aus dem benachbarten Dorf am Englisch-Unterricht teil.

Hier leben nun Waisen, Halbwaisen und Kinder armer Eltern, die sonst keine Möglichkeit hätten, eine Schule zu besuchen. Sie erhalten neben der Schulbildung regelmäßiges Essen und Kleidung. Außerdem besitzt dieses Dorf für uns so selbstverständliche Dinge wie z.B. sanitäre Einrichtungen , was in diesem Land nicht unbedingt der Fall ist.
Währen der Herrschaft der Roten Khmer unter Pol Pot (1975 bis 1979) wurden Schulen geschlossen und Krankenhäuser aufgelöst. Das Geld als Zahlungsmittel wurde abgeschafft. Viele Menschen der intellektuellen Schicht oder vereinfacht gesagt, jeder der des Lesens und Schreibens mächtig war bzw. danach aussah, wurde umgebracht. Oder sie mussten auf den Reisfeldern arbeiten, wo viele verhungerten oder an Schwäche und Krankheiten starben. Häufig wurden ganze Familien auseinander gerissen.
Als Folge dieser Ereignisse sind heute noch viele Kambodschaner Analphabeten. Um so mehr ist es wichtig, den Kindern aus armen Familien oder Waisen wieder eine Schulbildung zu ermöglichen. Viele Menschen in diesem Land leben auch heute noch von 1 bis 2 $ pro Tag. Eine Schulbildung ist Kindern aus diesen Familien oft verschlossen. Mit entsprechender Ausbildung und Fremdsprachenkenntnissen haben sie in ihrem Land, in dem der Tourismus immer mehr zunimmt, auch bessere Chancen für die Zukunft.